alles wird am ende gut

Ist es das nicht, so ist es auch nicht das Ende.

Gerade geht die längste Beziehung, die ich mit einem anderen Menschen bisher geführt habe, zu Ende. Und ich merke, dass Leben auf so vielen unendlichen Ebenen stattfindet.

Da ist der Teil von mir, der gerade einfach nur unendlich traurig ist. Da sind Tränen ohne Zahl. So viele “nie wieders”, die mir bruchstückhaft durch den Kopf schießen und völlig irrational sind, schließlich sind es Bruchstücke aus einer Zeit, in der alles in Ordnung war. Die schon lange zurückliegt. Viel zu lange.

Damit kommen wir zu dem anderen Teil von mir, der einfach nur erleichtert ist. Der sich frei fühlt und wieder atmen kann. Der mir zeigt, dass mein Leben wieder vor mir liegt wie ein leeres Notenblatt, auf dem freudig drauflos komponiert werden kann. Und da meldet sich die Zuversicht, dass alles gut wird.
Denn nach dem ganzen Hin und Her der letzten Monate, sind wir endlich beide an dem Punkt, an dem wir erkennen, dass es nicht schlimm ist, dass diese Beziehung tot ist. Und dass wir einfach keine unnötigen Wiederbelebungsversuche mehr unternehmen müssen. Dass es für uns beide okay ist, dass dieser Endpunkt auch ein Ausgangspunkt ist. Nicht für uns, sondern für jede Einzelne.

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